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Datenschutz im Hotel – tägliche Herausforderung in der Praxis

Das Ziel jedes guten Hotels ist, dass sich der Gast wie zu Hause fühlt und deshalb gerne wiederkommt. Das Wissen des Hotels über persönliche Vorlieben und Interessen des Gastes ist hierfür unabdingbar. Gute Hotels kennen die Essgewohnheiten ihres Gastes, wissen wie der Frühstückskaffee am liebsten getrunken wird oder ähnliches. Häufig bekommen Hotels auch Informationen zu Krankheiten und Allergien des Gastes. Der eine Gast verträgt keine Nüsse oder Milch, ein anderer hat eine Allergie gegen Hausstaubmilben und braucht ein speziell gereinigtes Zimmer mit besonderer Wäsche. Beim ersten Aufenthalt wird jeder Gast solche Besonderheiten dem Hotel mitteilen und dann auch erwarten, nicht mehr darüber sprechen zu müssen. Ein Hotel, welches auf guten Gästeservice Wert legt, wird solche Daten natürlich speichern, um seinem Gast auch künftig optimal zu versorgen.

Doch es geht noch viel weiter mit dem Einblick: Welche Freizeitinteressen hat der Gast? Welche Fernsehprogramme bevorzugt er? Empfängt er Gäste und welche? Wie wird die Mini-Bar genutzt? Gibt es einen allabendlichen „Absacker“ an der Hotelbar? Welche Zahlungsmittel kommen zum Einsatz? Und dann natürlich noch die „normalen“ Meldedaten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummern, E-Mail-Adresse, mögliche Geschäftsadressen usw.

Ein gutes Hotel möchte seinem Gast den höchstmöglichen Komfort bieten und ist auf weitreichende Informationen angewiesen. Die meisten Kunden sind auch dankbar, wenn sie individuell auf sie zugeschnittene Informationen und Werbung bekommen. Der Musical-Liebhaber freut sich über ein attraktives Angebot zu einem Musical-Neustart samt Ticket und Taxiservice. Oder es gibt spezielle Wellness -Angebote individuell zugeschnitten auf die persönlichen Interessen des Gastes.

Ist dies mit einem verantwortungsvollen Datenschutz vereinbar?

Selbstverständlich ja. Ein vernünftiges Datenschutzkonzept mit angemessenen Maßnahmen und Kontrollmechanismen sowie gut geschulte, auf das Thema sensibilisierte Mitarbeiter sind beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen und sicheren Datenschutz im Hotel. Die Größe eines Hotels ist hierbei nicht entscheidend. Auch ein kleines Hotel mit wenigen Zimmern benötigt ein vernünftiges Datenschutzkonzept.

Das Abfragen und Speichern der Meldedaten ist geregelt. Diese Daten können für Vertragszwecke selbstverständlich weiter genutzt werden. Für die Erhebung weiterer Daten, die jedes Hotel zur Pflege ihres Gästeservices benötigt, ist eine Einwilligung des Gastes notwendig. Zum Schutz der Daten vor Missbrauch ist das Hotel verpflichtet, alle notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Anlage zu § 9 BDSG umzusetzen. Verantwortlich hierfür ist die Geschäftsleitung des Hotels. Verarbeiten mehr als 9 Mitarbeiter personenbezogene Daten ist darüber hinaus noch ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter zu bestellen. Dies kann auch über einen externen Datenschutzbeauftragten gelöst werden.

Für weitere Informationen sprechen Sie mit mm-korrekt.

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