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Datenschutz geht mich nichts an, oder etwa doch?

Das Thema Datenschutz ist auch heute noch ein Kapitel mit vielen Irrtümern. Immer wieder höre ich im Rahmen meiner Tätigkeit Aussagen von Unternehmen, dass Datenschutz für sie kein Thema wäre. Die dazu aufgeführten Gründe sind vielfältig:
„Wir haben keine schützenswerten Daten.“
„Unser Unternehmen ist zu klein, das gilt nicht für uns.“
„Das kontrolliert doch keiner.“
„Das ist alles übertrieben. Da passiert schon nichts.“
Die Liste könnte noch lange weiter geführt werden.

Klar ist, Datenschutz geht jeden etwas an, und das ist auch gesetzlich geregelt!
Im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) § 4 ist festgelegt, dass ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss, wenn personenbezogene Daten

  • in der Regel mit mehr als 9 Personen ständig automatisiert oder
  • mit mindestens 20 Personen ständig manuell verarbeitet werden.
  • Unabhängig von der Mitarbeiterzahl ist ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen, wenn Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung verarbeitet werden oder die automatisierte Verarbeitung einer Vorabkontrolle unterliegt.

Das bedeutet jetzt aber nicht, dass für die anderen Unternehmen das Bundesdatenschutzgesetz keine Gültigkeit hat. In diesen Fällen ist immer der Geschäftsführer für die Umsetzung und Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben verantwortlich. Er hat z.B. dafür zu sorgen, dass ein Verfahrensverzeichnis erstellt wird, dass alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Daten ergriffen werden, dass alle Mitarbeiter, die im Unternehmen Daten verarbeiten auf das Datengeheimnis verpflichtet werden etc. etc.

Bei Verletzung dieser Pflichten drohen den Verantwortlichen Bußgelder in Höhe bis zu EUR 50.000,–, in speziellen Fällen sogar bis zu EUR 300.000,–, vom möglichen Imageschaden für das Unternehmen ganz zu schweigen.

Der sorgsame und korrekte Umgang mit den Daten ist für Unternehmen heute wichtiger denn je und richtig kommuniziert auch ein positives Argument für Sie und Ihr Unternehmen.

Ob Sie nun einen Datenschutzbeauftragten brauchen oder „nur“ ein wenig Unterstützung bei der Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien, lässt sich meist schnell klären. Einen ersten Anhaltspunkt erhalten Sie, wenn Sie den Selbstcheck des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen durchführen.